Neue Studie: Pharmazie-Nachwuchs vertraut auf die Apotheke vor Ort als fester Bestandteil des Gesundheitssystems

Pharmazie-Nachwuchs
Foto: Michael Schmidt

Der Apothekenmarkt und das traditionsreiche Berufsbild des Apothekers sind im Wandel und werden in Fachkreisen viel diskutiert. Wie bewertet das die kommende Generation? Was denken die Pharmaziestudierenden als zukünftige Gestalter dieser Branche, welche Chancen sehen sie, wo wünschen sie sich mehr Unterstützung? Der Wort & Bild Verlag hat dazu in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland e.V. (BPhD) die umfassende Grundlagenstudie „Pharmaziestudium & berufliche Zukunftsperspektiven“ beim Monheimer Institut – Team für Marken- und Medienforschung GmbH in Auftrag gegeben. 

Die wichtigsten Ergebnisse:

Zukünftige Entwicklung der Apotheken 

  • Insgesamt sind zwei Drittel (65%*) der Pharmaziestudierenden davon überzeugt, dass trotz schwieriger werdender Marktbedingungen die Apotheke vor Ort immer ein fester Bestandteil unseres Gesundheitssystems bleiben wird.
  • Dabei werden Beratung und Fachkompetenz (76%*) des Apothekers eine zunehmend wichtigere Rolle spielen, ganz generell wird sich nach Meinung der Pharmaziestudierenden das Berufsbild des Apothekers deutlich verändern (57%*).
  • Unabhängig von diesen Entwicklungen prognostizieren die Befragten eine weiter wachsende Anzahl von Onlineapotheken (81%*), wobei sich jeder Zweite (50%*) erhofft, dass diese zukünftig stärker reguliert werden.

Berufsaussichten 

  • Die Chancen und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt werden von den Pharmaziestudierenden positiv gesehen: 92%* beurteilen die beruflichen Zukunftschancen mit einem Pharmaziestudium als sehr gut bis gut.
  • Als attraktivstes Berufsfeld erscheint den Studierenden derzeit eine Tätigkeit in der Forschung bzw. Entwicklung eines pharmazeutischen Unternehmens (72%*). An zweiter Stelle folgt eine Position als Apotheker in einer Stations- bzw. Krankenhausapotheke, die für rund zwei Drittel (64%*) der Pharmaziestudierenden infrage kommt.
  • Mit einigem Abstand dahinter folgt die Tätigkeit als angestellter Apotheker in einer öffentlichen Apotheke (41%*). Auch die Übernahme bzw. Neugründung einer eigenen öffentlichen Apotheke als selbstständiger Apotheker (39%*) wird vergleichsweise attraktiv eingeschätzt. Sein eigener Chef zu sein spricht viele an. Hohe Investitionshürden und unternehmerisches Risiko in Zeiten unsicherer politischer und gesetzgeberischer Rahmenbedingungen verunsichern allerdings.

Durchführung im Auftrag des Wort & Bild Verlags durch das Monheimer Institut – Team für Marken- und Medienforschung GmbH, Monheim am Rhein. Qualitative Face-to-Face- und quantitative Onlinebefragung von insgesamt 133 Pharmaziestudierenden im Juli und August 2018. Wenn Sie mehr über die Studie erfahren möchten, wenden Sie sich gerne an den Wort & Bild Verlag.